Klartext. Anpfiff zur 2. Halbzeit. [2019/7]

Heiße Tage und laue Sommernächte lassen es derzeit kaum vermuten: Das Jahresende 2019 rückt unaufhaltsam herbei. Es liegt mittlerweile näher als der Jahresanfang. Wir befinden uns schon in der 2. Halbzeit eines Jahres, dessen erster Durchgang durchaus das Prädikat „abwechslungsreich“ verdient…

Langeweile ist woanders

Insbesondere Anleger konnten sich in den ersten 6 Monaten definitiv nicht über Langeweile beklagen. Dabei basierte ein Großteil des Entertainments auf eher unerfreulichen Entwicklungen: Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China, das von den USA aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran, eine in der Zinsfalle sitzende EZB und ein sich immer aggressiver in die Geldpolitik der Fed einmischender US Präsident waren und sind die Hauptthemen.

Man reibt sich bei all diesen Themen erstaunt die Augen und fragt sich, warum diese negativen Ereignisse nahezu überhaupt keine Auswirkungen auf die großen Wertpapiermärkte hatten. Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit zum Beispiel hätte doch durchaus das Zeug gehabt, die Aktienmärkte beider Länder unter Druck zu setzen. Aber nichts dergleichen geschah im ersten Halbjahr. Sondern das genaue Gegenteil: Sowohl der chinesische-, als auch der US-Aktienmarkt erzielten während dieser Zeit traumhafte Wertzuwächse.

Die Liste spannungsgeladene Entwicklungen und Ereignisse der ersten 6 Monate des Jahres 2019 lässt sich beliebig fortsetzen. Ein weiteres Krisenstichwort ist das von den Amerikanern aufgekündigte Atomabkommen mit dem Iran. Das Verhalten beider Länder zueinander birgt genügend Potenzial, den Ölpreis in die Höhe zu treiben und damit die Weltwirtschaft zu belasten. Tatsächlich wurde Öl im ersten Halbjahr ca. 25 % teurer. Doch die Märkte haben auch das recht gut verdaut und keine nennenswerten Reaktionen gezeigt.

Den Pessimisten unter Ihnen bleiben sodann noch 2 weitere Argumente, eine negative Entwicklung der Aktienmärkte vorherzusagen: Die Konjunktur in der Eurozone kühlt sich ab und das US Wachstum verlangsamt sich ebenfalls spürbar. Aber die Aktienmärkte zeigen auch diesen Entwicklungen die kalte Schulter. 2-stellige Kurszuwächse sind bei den Aktien hüben wie drüben des Atlantiks an der Tagesordnung.

Begeben wir uns auf die Suche nach den Ursachen für diese scheinbare Unverwundbarkeit der Aktienmärkte, so werden wir bei den beiden wichtigsten Zentralbanken der Welt, der US-Fed und der EZB fündig. Die Zentralbank der Vereinigten Staaten hatte für den weiteren Verlauf des Jahres ursprünglich Zinserhöhungen geplant, ein Vorhaben, das sie mittlerweile längst aufgegeben hat. Stattdessen sucht die US-Fed nach Gründen für Zinssenkungen, um die amerikanische Volkswirtschaft auf Wachstumskurs zu halten. Hierbei ist es natürlich nicht hilfreich, dass Donald Trump seiner Zentralbank mit öffentlichen Forderungen nach Zinssenkungen in die Parade fährt. Schließlich ist die Zentralbank politisch unabhängig und selbst der Anschein von Einflussnahme durch den Präsidenten könnte ihre Autorität untergraben. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Fed in der zweiten Jahreshälfte eine oder mehrere Zinssenkungen durchführen wird und somit auch die Aktienmärkte weiter stützt.

Diesseits des Atlantiks hat sich die EZB mit extremem Niedrigzins und hoch verschuldeten Mitgliedstaaten in eine Ecke manövriert, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Dementsprechend hat der scheidende EZB Präsident Mario Draghi bereits weitere Lockerungsmaßnahmen angekündigt. In diesem Zusammenhang steht eines fest: Madame Christine Lagarde von Macrons Gnaden, die designierte Nachfolgerin von Mario Draghi, wird an dieser Geldpolitik so schnell ganz sicher nichts ändern. Die Märkte sind high auf Droge des billigen Geldes und solange Draghi, Lagarde und Powell für Nachschub sorgen, werden sie es wohl noch eine Weile bleiben. Auf diese Situation muss man sich einstellen.

Dies ist uns im ersten Halbjahr 2019 mit unseren Fonds Quint:Essence Strategy Defensive, Strategy Dynamic und Strategy SMAT sehr gut gelungen. Die Fonds haben allesamt an der Aufwärtsbewegung der Märkte partizipiert und gleichzeitig aktuellen Risiken Rechnung getragen. Ein kleines Rechenbeispiel sei erlaubt: Anleger, die am 1. Januar dieses Jahres Anteile im Gegenwert von jeweils 10.000 € in unseren 3 Quint:Essence Fonds „Social Media & Technology“, „Dynamik“ und „Defensive“ hielten, dürfen sich nach den ersten 6 Monaten

über einen Wertzuwachs von insgesamt 4.180 € oder knapp 14 % freuen. Das nennen wir eine erfolgreiche 1. Halbzeit.

Wir wünschen unseren Anlegern und uns, dass sich das zweite Halbjahr 2019 ähnlich gut entwickelt. Wir arbeiten daran – jeden Tag aufs Neue.

Strategy Dynamic

Der Outperformer unter unseren Fonds: Mit einem Kursanstieg von 22,39 % im laufenden Jahr hat der Quint:Essence Strategy Dynamic in 2019 bislang eine überragende Wertentwicklung gezeigt. So auch im Juni: In diesem Monat hat der Quint:Essence Strategy Dynamic seine ohnehin schon beeindruckende Performance mit einem monatlichen Anteilspreisanstieg von 3,2 % fortgesetzt.

Wir haben im Juni keine Veränderungen am Portfolio des Strategy Dynamic vorgenommen. Zum Monatsende verfügt der Fonds über einen Aktienanteil von ca. 77 %, einen Cashanteil von ca. 16 % und einen Anleihenanteil von ca. 7 %. Die gut siebenprozentige Anleihengewichtung des Fonds besteht aus einer inflationsindexierten US Treasury mit einer Laufzeit bis April 2021. Die Treasury erfüllt im Fondsportfolio den Zweck eines Cashäquivalents mit Schutz gegen Kaufkraftverlust. Außerdem bietet die US-Dollar denominierte Position den Vorteil, dass im Gegensatz zu einer Cashposition in Euro kein Negativzins zu entrichten ist. Somit trägt die Anleihenposition zur Stabilität und Risikoreduzierung des Fonds bei, ohne die positiven Erträge des Aktiensegments zu belasten.

Da es in der aktuellen Marktsituation nach wie vor keine vernünftigen Alternativen zu Qualitätsaktien gibt, wird die Nachfrage nach diesen Papieren auch weiterhin anhalten. Dementsprechend erwarten wir in den kommenden Monaten hier weitere Kursanstiege. Trotzdem gehen wir davon aus, dass auch die Volatilität der Aktienmärkte ansteigt, was aber das langfristige Potenzial eines soliden Aktienportfolios nicht schmälert.

Für unsere Anleger also sehr erforderlich, das bisher erzielte Anlageergebnis des Quint:Essence Strategy Dynamic. Aber in den kommenden Monaten sind starke Nerven gefragt, denn die Schwankungen werden signifikant zu nehmen. Bleiben Sie dennoch ruhig und gelassen und vor allem eines: investiert. Denn nur so kommen Sie auch weiterhin in den Genuss der Erfolge unseres Outperformers.

Social Media & Technology

Im Juni profitierte der Quint:Essence Strategy Social Media & Technology von den freundlichen Börsen und erzielte einen Wertzuwachs von 2,28 %. Somit steht die bisherige Jahresperformance des Fonds bei 13,57 %.

Die Strategie, das Social Media & Technology Portfolio trotz der Kursrückgänge des Monats Mai nicht durch Derivate abzusichern, hat sich im Folgemonat als richtig erwiesen. So konnte der Fonds – ungeachtet seiner nunmehr deutlich konservativeren Ausrichtung – fast die Hälfte des im Mai erlittenen Kursrückgangs wieder ausgleichen. Diese für den dynamischen Strategy Social Media & Technology Fonds eher atypische, defensive Positionierung, haben wir während des gesamten Monats aufrechterhalten. Einerseits bestehen die wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken der vergangenen Monate fort, andererseits gibt es nach wie vor kaum vernünftige Anlagealternativen zu guten Aktien. Dies führt zu einer Situation in der die Märkte weiter steigen, jedoch begleitet von steigender Nervosität und wachsendem Pessimismus. Um diesen Bedingungen Rechnung zu tragen ist der Fonds zu ca. 60 % in Aktien, ca. 20 % in Anleihen und knapp 20 % in Cash investiert. Die 60-prozentige Aktienquote setzt sich zu ca. 51 % aus performancetreibendem SMAT Segment und ca. 9 % Stabilitätsaktien zusammen. Der 20-prozentige Anleihenanteil besteht ausschließlich aus kurz laufenden Papieren höchster Bonität.

Von den Technologieaktien im SMAT Segment des Portfolios erwarten wir auch in den kommenden Wochen positive Performance. Aber auch auf eventuelle Kursrückgänge ist der Fonds gut vorbereitet – nämlich mit der ausreichenden Gewichtung von Stabilitätsaktien, Anleihen und Cash.

Strategy Defensive

Mit einem Kursgewinn von 0,33 % hat der Quint:Essence Strategy Defensive den Kursrückgang vom Mai bereits wieder mehr als ausgeglichen. Die bisherige Performance des Fonds für das Jahr 2019 steht Ende Juni nun bei 5,86 %.

An der bisher erfolgreichen Portfoliozusammensetzung haben wir auch im vergangenen Monat keine Veränderungen vorgenommen. Das Fondsportfolio besteht weiterhin zu ca. 65 % aus kurz laufenden Anleihen höchster Bonität, zu ca. 20 % aus Qualitätsaktien, zu ca. 3 % aus Gold und einem Cashanteil von ca. 12 %. Da sich die Bedingungen an den Kapitalmärkten in den vergangenen Wochen kaum verändert haben, planen wir auch in naher Zukunft keine bedeutenden Veränderungen am Fondsportfolio. Sollte es im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit oder in der Iran Krise eine Beruhigung oder gar eine Einigung geben, erwarten wir hauptsächlich von dem 20-prozentigen Aktienanteil positive Performance Beiträge. Falls sich in den kommenden Monaten allerdings keine guten geopolitischen- und wirtschaftlichen Entwicklungen einstellen sollten, bieten die Cash-, Gold-und Anleihensegmente des Portfolios ein hohes Maß an Stabilität. Somit ist der Fonds insgesamt sehr gut aufgestellt um Kapitalerhalt und eventuell sogar ein weiteres Kapitalwachstum zu gewährleisten.

Die Anleger des Quint:Essence Strategy Defensive können die angespannte Marktsituation auch weiterhin mit Gelassenheit betrachten. Die hohe Qualität der im Fonds befindlichen Wertpapiere ist eine gute Basis für langfristigen Kaufkrafterhalt.

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Ihr Team der Quint:Essence Capital

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